Ich bin Sina Engels, Jahrgang 1978, verheiratet, Mutter von drei Kindern, und ich lebe und lache im schönen Sauerland.
Gegründet habe ich MOWA Familien, weil ich selbst durch eine Zeit gegangen bin, in der die Schule für unsere Familie nicht mehr gepasst hat – und weil ich gemerkt habe, wie allein sich Eltern in genau diesem Moment fühlen.
Meine eigene Geschichte beginnt nicht am Schreibtisch, sondern in der Mädchenjungschar, beim Babysitten und irgendwann mitten im Kindergarten, in der Schule und in der Pädagogik. Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder erlebt, wie anders Kinder lernen können, wenn man ihnen Raum statt Vorgaben gibt – und wie viel Klarheit das auch uns Eltern gibt, wenn wir sehen, dass unser Kind aufblüht.
Später habe ich als Initiatorin versucht, gemeinsam mit anderen Menschen eine freie Draußenschule aufzubauen. Das Projekt ist nicht so weit gekommen, wie wir es uns erhofft hatten, und ich weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, mitten in so einem Vorhaben mit Behörden, Auflagen und langwierigen Verfahren konfrontiert zu sein. Genau diese Erfahrung hat mir aber auch gezeigt, wie groß der Bedarf an echten Alternativen ist – und wie wenig Orientierung es für Familien gibt, die anfangen, danach zu suchen.
Ich bin staatlich anerkannte Erzieherin mit Schwerpunkt Integration, habe in einer teilstationären Einrichtung gearbeitet, bin Lernbegleiterin nach den Pioneers of Education und war in einem Naturprojekt sowie an Schulen im Bereich Entspannung, Wahrnehmung und Achtsamkeit tätig. Dazu kommt Erfahrung in Leitungsfunktionen sowie als Entspannungs- und Naturpädagogin. Über die Jahre sind außerdem mehrere Ausbildungen im Bereich Gesundheit, Prävention und Wellness dazugekommen, bis hin zu einer begonnenen Heilpraktiker-Ausbildung. Eine Zeit lang war ich zudem freie Autorin für die Entdeckungskiste.
Die wichtigste Erkenntnis aus all diesen Wegen ist am Ende aber eine ganz andere: der Alltag mit den eigenen drei Kindern. Kein Zertifikat ersetzt das, was man lernt, wenn man selbst nachts wach liegt und sich fragt, ob man gerade das Richtige für sein Kind tut.
Ehrenamtlich bin ich im Vorstand des Vereins Freie Naturkinder e. V., der ursprünglich als Träger für die geplante Schulgründung entstanden ist. Diese Wege haben mich vor allem eines gelehrt: Es gibt selten das eine richtige Konzept. Ein Kind, das im Waldkindergarten aufblüht, kann in einer strukturierten Regelschule genauso gut aufgehoben sein – und umgekehrt.
Was zählt, ist nicht die Ideologie hinter einem Bildungsweg, sondern die Passung zwischen einem konkreten Kind, einer konkreten Familie und einem konkreten Lernort.
Wenn ich mit Eltern spreche, die merken, dass etwas nicht mehr stimmt, höre ich fast immer dieselbe Unsicherheit: Ist das schon ein Grund zu handeln, oder bilden wir uns das nur ein? Diese Frage kann ich niemandem abnehmen. Aber ich kann Familien dabei begleiten, sie ehrlich zu stellen, und ihnen zeigen, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt, bevor Panik oder Druck die Entscheidung übernehmen. Genau dafür ist MOWA Familien entstanden.
MOWA Familien versteht sich nicht als Gegenspieler zu Schulen oder pädagogischen Fachkräften. Aus meiner eigenen Berufserfahrung weiß ich, wie oft engagierte Lehrkräfte und Erzieher:innen an Rahmenbedingungen scheitern, die sie selbst nicht ändern können – und ich weiß aus eigenem Erleben, wie zäh der Weg durch Behörden und Genehmigungsverfahren sein kann, wenn man etwas verändern will. Mein Ziel ist es, Familien so weit zu orientieren, dass Gespräche mit Schulen und Fachstellen konstruktiver werden, auf Grundlage von Wissen statt Verzweiflung. Langfristig möchte ich MOWA Familien auch zu einer Anlaufstelle machen, die Familien direkt mit passenden Institutionen, Beratungsstellen und Fachkräften vernetzt.
Ich glaube nicht, dass es die eine perfekte Schule gibt. Ich glaube, dass es für fast jedes Kind einen Ort gibt, an dem Lernen wieder mit Neugier statt mit Druck verbunden ist – und dass die meisten Familien diesen Ort nur deshalb nicht finden, weil ihnen niemand gezeigt hat, wonach sie eigentlich suchen sollten. Genau daran arbeite ich mit MOWA Familien.